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2. Trilateraler Business Lunch in Bad Mondorf

30.09.2019 08:42

Auslandsgeschäft

v.l.n.r. : Julie Jacobs (Chambre de Commerce), Mathias Link (Luxembourg Space Agency), Jean-Luc Bieber und Stephanie Jüstel (WTC Metz-Saarbrücken), Oliver Groll (IHK Saarland)


Am Freitag, dem 27. September 2019, trafen sich Wirtschafts- und Unternehmensvertreter aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg zum trilateralen Business Lunch in Bad Mondorf.

Bereits zum zweiten Mal holte die Handelskammer Luxemburg das beliebte Veranstaltungsformat ins Land und lud gemeinsam mit der IHK Saarland und dem World Trade Center Metz-Saarbrücken zum grenzüberschreitenden Geschäftsessen ins Großherzogtum ein.

Das Prinzip ist einfach: Ein gemeinsames Essen, eine kurze Präsentation und genügend Zeit, um Erfahrungen auszutauschen und das eigene Netzwerk zu erweitern.

Thema war diesmal der Luxemburger Weltraumsektor. Dr. Mathias Link, Direktor für Internationale Angelegenheiten bei der Luxembourg Space Agency und Koordinator der SpaceResources.lu Initiative, vermittelte im Rahmen seines Vortrags ein umfassendes Bild der Luxemburger Raumfahrtpolitik und -industrie.

Vorreiter Luxemburg
Seit mehr als drei Jahrzehnten stehe Luxemburg an der Spitze der kommerziellen Raumfahrt, so Mathias Link. Die Luxemburger Raumfahrtindustrie umfasse eine stetig wachsende Gruppe von privaten und öffentlichen Einrichtungen, die über die Grenzen des Großherzogtums hinaus bekannt seien und deren Fähigkeiten von der internationalen Raumfahrtgemeinschaft anerkannt würden.

Der erste Vorstoß Luxemburgs in den Weltraum erfolgte 1985 mit der Gründung der Société Européenne des Satellites (SES), einem Meilenstein für die Telekommunikation und weltweit führendes Unternehmen in diesem Sektor. Mittlerweile umfasse das Luxemburger Space Ökosystem rund 50 Unternehmen und Forschungsinstitute mit mehr als 800 Beschäftigten.

Initiative SpaceResources.lu
Die Beschleunigung des technologischen Fortschritts und das Aufkommen privat finanzierter kommerzieller Start-ups im Raumfahrtsektor hätten Luxemburg ermutigt, das langfristige wirtschaftliche Potenzial des Weltraums weiter auszubauen. Die Initiative SpaceResources.lu, die im Februar 2016 ins Leben gerufen wurde, positioniere Luxemburg als Pionier bei der Erforschung und Nutzung von Weltraumressourcen. Mit dieser Initiative habe Luxemburg einen umfassenden Rahmen für die Erforschung und kommerzielle Nutzung von Ressourcen von verschiedenen Himmelskörpern wie dem Mond und Asteroiden geschaffen.

Luxemburg wolle damit zur friedlichen Erforschung und nachhaltigen Nutzung der Weltraumressourcen zum Wohle der Menschheit beitragen. Grenzüberschreitende Vernetzung und internationale Zusammenarbeit spielten hierbei eine entscheidene Rolle, betonte Link.

Chancen für innovative Geschäftsfelder
Im Rahmen seines Vortrags legte Mathias Link ein besonderes Augemerk auf die Chancen für innovative Geschäftsfelder in Verbindung mit der Erforschung und Nutzung von Weltraum-Ressourcen. In den kommenden Jahren werde der Fokus auf die Erforschung und Nutzung von Weltraumressourcen attraktive Möglichkeiten in Bereichen wie Materialwissenschaften, Additive Fertigung, Fernerkundung, Kommunikation, Robotik, Datenanalyse und Künstliche Intelligenz hervorbringen. Technologien, die auf Erden zum Einsatz kämen, könnten auch im Weltall von Interesse sein. So müsse beispielsweise die Zusammenarbeit zwischen der terrestrischen Bergbauindustrie und der Raumfahrtindustrie gefördert werden.

Im Rahmen der Space Resources Initiative findet vom 7. bis 11. Oktober 2019 die Space Resources Week in Luxemburg statt. Nähere Informationen finden Sie hier.